Erntegaben für sozial schwache Familien in Rumänien

Der Verein MUT – mitmachen und teilen führte auch in diesem Jahr wieder eine Erntedank-Aktion durch. Am Donnerstag, 11.10.2018 startete eine Gruppe mit drei Transportern und großen Anhängern, vollbeladen mit Lebensmitteln nach Rumänien, um sie Menschen weiterzugeben, die auf der Schattenseite leben.

In der christlichen Tradition ist das Erntedankfest ein Anlass, Gott für die zurückliegende Ernte zu danken. Der Ursprung reicht bis in eine Zeit zurück, in der die Menschen überwiegend von der Landwirtschaft lebten. Von der Ernte hing das Überleben der Menschen ab, die Freude war groß, wenn sie so reichlich ausfiel, dass auch die Wintermonate gesichert waren.

Auch wenn die Menschen heute überwiegend nicht mehr von der Landwirtschaft leben, wird das Erntedankfest in den Kirchengemeinden landauf, landab noch als besonderes Fest gefeiert. Seit nunmehr 18 Jahren werden die Gaben (dazu gehören heute vor allem auch gekaufte Lebensmittel), die als Zeichen des Dankes liebevoll dekoriert die Kirchen schmücken, anschließend MUT zur Verfügung gestellt.

21 Kirchen wurden in diesem Jahr von den MUT-Teams angefahren, eine intensive Aktion, die sich fortsetzt in der weiteren Versorgung. Die verderblichen Waren brachte MUT wie in jedem Jahr in die Schwäbisch Haller „Schuppachburg“, die haltbaren Lebensmittel wurden in Familienpakete und für ein Kinderheim sowie das MUT-eigene „Casa de Copii“ (Haus für Kinder) verpackt.

Die Freude wird groß sein, wenn die Pakete ausgepackt werden und zum Beispiel Mehl, Reis, Zucker, Nudeln, Marmelade und Kaffee entdeckt werden. Und natürlich gibt es auch für die meist zahlreichen Kinder der Familien Nutella, einen Honig oder sonst was Süßes. In diesem Jahr waren viele Äpfel dabei, damit können zusätzlich noch Vitamine verteilt werden. So wird das Erntedankfest auch zu einem besonderen Fest zum Beispiel in einer Roma-Familie, denn das Speiseangebot ist sonst eher dürftig und besteht oft nur aus einer dünnen Kartoffelsuppe.

MUT ist dankbar für diese langjährige Tradition der Zusammenarbeit mit den beteiligten Kirchengemeinden.

Am Freitag morgen kamen die Fahrzeuge in Bulgarus an

Wie immer bei unseren Reisen, gibt es ein Bild bei der Ankunft am Ortsschild von Bulgarus.

Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns auch sehr herzlich bei der KFZ-Klasse der Gewerbeschule mit ihrem Lehrer Peter Kuhn bedanken, die unsere Transporter vor der Fahrt nach Rumänien gewartet und toll aufpoliert haben. Sie möchten sich auch weiter hier engagieren! Wir sind begeistert!

 

Doch nun zurück zu unserer Aktion.
Viel Zeit für eine Pause ist nie bei den Fahrten nach dem Erntedankfest.
Es startete gleich die Verteilung

Die Zeit vergeht wie im Flug und schon am Sonntag morgen, lange vor dem Sonnenaufgang, startet die Rückfahrt. Viele Impressionen bekommt man auf den Fahrten zu sehen.

Vor uns liegt die Heimat und im Rückspiegel ist unser Casa de copi schon lange verschwunden ...

Kurz vor Weihnachten kommen wir wieder.

In unserer Weihnachtsaktion wollen wir Kartoffelkisten zu den armen Familien bringen.
Die Zimmererazubis werden die Kisten bauen, die als Vorratsbehälter und als Sitzgelegenheit dienen werden.
In Rumänien werden wir sie mit Kartoffeln und etwas Wurst füllen und verteilen.

Wir hoffen auf viele Unterstützer / Spender

Kein Hunger über Weihnachten - ein kleines Signal und ein Zeichen,dass die Menschen nicht vergessen sind.
 

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