MUT

Mitmachen und Teilen e.V.

 

 

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Wir freuen uns über Ihr Interesse und stellen Ihnen gerne unsere Arbeit vor. Unser Ziel ist es, Kindern, Jugendlichen und bedürftigen Erwachsenen in Rumänien und Togo/Afrika Hoffnung und Perspektiven zu geben.

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2023-12-21

Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein - die Engel …

Etwa 2.000 Buben und Mädchen konnten bei der diesjährigen Weihnachtsaktion des Vereins MUT – Mitmachen und Teilen – mit Weihnachtspäckchen beschenkt werden

Am Mittwochabend vor dem 3. Advent um 18 Uhr war es wieder soweit. Fünf MUT-Leute machten sich mit zwei Fahrzeugen und großen Hängern auf den Weg nach Rumänien. An Bord etwa 1.000 Weihnachtspäckchen, die in den folgenden drei Tagen an vielen Stellen und Orten verteilt wurden. Die weiteren 1.000 Päckchen wurden – gemeinsam mit Schulmöbeln und Fahrrädern - mit einer rumänischen Spedition (Leerfahrt) direkt in verschiedene Einrichtungen für Kinder in Siebenbürgen gebracht. Auch dort war die Freude beim Verteilen sehr groß!

Voraus ging wieder ein beeindruckendes Engagement von 13 Schulen und Kindergärten sowie von Einzelinitiativen wie ASB, Job-Center, einer Frauengruppe in Geifertshofen, zahlreichen Privatinitiativen und nicht zuletzt die Aktion der Haller Serviceclubs (das HT berichtete darüber).

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Während Timisoara, einer der drei Kulturhauptstädte Europas in diesem Jahr, eine übertriebene Weihnachtsstimmung ausstrahlt, sieht es im ländlichen Raum oft ganz anders aus. Da wird – vor allem in den Roma-Siedlungen und -dörfern, ganz schnell eine große Armut sichtbar. Nichts oder nur wenig weist darauf hin, dass das Weihnachtsfest bevorsteht.

Genau das bewegt MUT in jedem Jahr neu, Kindern, die in ärmlichen Verhältnissen aufwachsen und leben und keine oder kaum Höhepunkte in ihrem Leben erfahren, mit den Weihnachtspäckchen eine große Freude zu bereiten. An dieser Stelle könnten viele Geschichten erzählt werden, jede für sich beeindruckend. 

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An dieser Stelle soll der Einblick in eine Roma-Familie etwas von der Armut erzählen, die unseren Helfern begegnet ist.

Ihr Name ist Elena Ecaterina, wie alt sie genau ist, kann sie nicht sagen, vermutlich Anfang Dreißig. Vier Jahre lang hat sie die Schule besucht, deshalb sei es mit dem Schreiben und Lesen nicht so einfach, merkte sie im Gespräch an. Das Problem damals war (und ist es oft auch heute noch) die fehlende familiäre Unterstützung mit sauberer Kleidung, Schulsachen etc. - für uns Selbstverständlichkeiten. Ihr erstes Kind bekam sie im Alter von ca. 16 Jahren, inzwischen sind es zehn Kinder, das jüngste ist ein Jahr alt, das elfte ist unterwegs. Gut ist, dass die Kinder einen Kindergarten bzw. die Schule besuchen können.

Der Vater ihrer Kinder hat bei den Geburten die Kinder nicht anerkannt, deshalb ist er in keiner Geburtsurkunde eingetragen und somit nicht unterhaltspflichtig. Manchmal kommt er vorbei, kümmert sich aber nicht um die Kinder, auch nicht finanziell. Elena steht deshalb nur das geringe Kindergeld zur Verfügung. Der älteste Sohn hat eine Arbeit gefunden, die zwei ältesten Mädchen arbeiten als „Tagelöhnerinnen“, wenn solche gesucht werden (z.B. bei der Ernte). Sie unterstützen die Mutter.

Wohnen kann die Familie kostenlos, da ihr das „Haus“ von einem Privatbesitzer zur Verfügung gestellt wurde. Die Innenausstattung ist sehr einfach, es fehlt an jeder Stelle. Strom ist vorhanden, der einzige Luxus, wenn sie ihn bezahlen kann. Im kleinen Laden darf sie manchmal anschreiben, wenn sie gerade kein Geld zur Verfügung hat, ihre Kinder aber was zu essen brauchen.

Was es für die Kinder dieser Familie bedeutet, ein persönliches Weihnachtspäckchen zu bekommen, ist kaum zu beschreiben. Sie Freude war unbeschreiblich, die Kinder völlig „aus dem Häuschen“.

„Ihr seid Weihnachtsengel für unsere Kinder“, so schreibt die ehemalige Hallerin Ruth Zenkert, die sich in Siebenbürgen um Roma-Kinder kümmert und nun bei den Weihnachtsfeiern auch wieder 700 Päckchen aus Schwäbisch Hall verteilen kann. Das gilt allen großen und kleinen Menschen, die sich mit großem Engagement dafür eingesetzt haben, dass so viele Päckchen gepackt werden und verteilt werden konnten. Die Verantwortlichen des Vereins MUT schließen sich mit einem herzlichen Dank an mit der Aussage des Schriftstellers Rudolf Otto Wiemer „Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein, die Engel …“

Für die beeindruckende und tolle Unterstützung unserer diesjährigen Weihnachtsaktion danken wir an dieser Stelle von ganzem Herzen den Lehrerinnen und Lehrern, Eltern und Schülerinnen und Schüler folgenden Schulen (in aphabetischer Reihenfolge): 
Bibersfeld, Breiteich Gottwollhausen, Breitenstein, Schloß-Realschule Gaildorf, Michelfeld, Oberrot, Rollhof, Westheim und einer Klasse der Sonnenhofschule
sowie den Erzieherinnen und Eltern der Kindergärten in Bibersfeld, Breiteich und Uttenhofen.

Und wir danken für das beeindruckende Engagement der Haller Serviceclubs und den Privatinitiativen und Privatpersonen - ohne Sie alle wäre eine solche Aktion nicht möglich!

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                                           Danke für die Geschenke - gemalt von einem Mädchen

Ein herzlicher Dank geht an dieser Stelle auch an die “Weihnachtsengel”, die in Rumänien unterwegs waren und neben den Weihnachtspäckchen auch Lebensmittel an arme Familien für die Weihnachtstage verteilt haben: Robert Hoppe, Uli Jäger, Lutz Jaenisch, Rüdiger Stepper und Walter Stutz, von dem auch die Fotos stammen.

Bilder der Weihnachtsaktion 2023

MUT_Presse - 20:41:17 @ Togo


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